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Gruppen in Pesso-Therapie werden in der Regel als geschlossene Gruppen konzipiert, d.h. dass eine feste Anzahl von ca. 8 bis 10 TeinlehmerInnen sich dafür entscheidet für einen längeren Zeitraum zusammen zu arbeiten. Dies kann entweder in einer wöchentlich oder vierzehntägig stattfindenden fortlaufenden Gruppe geschehen, oder auch in einer aufeinander aufbauenden Wochenendgruppe. Die Teilnehmer verpflichten sich dabei zu Beginn zu einer Verbindlichkeit der Teilnahme für den vorgesehenden Zeitraum, was sowohl dem Schutz des Einzelnen wie auch für die Stabilität der Gruppe wichtig ist.
Der Beginn der Gruppe mit einführenden Übungen
Die Teilnehmer erfahren zu Beginn eine theoretische wie auch praktische Einführung in die Pesso-Therapie. Neben einer Vermittlung der wichtigsten Grundlagen (Form-Passform-Modell - die Bedeutung von Interaktion und Körpergedächtnis - was bedeutet Heilung in diesem Kontext?), wird der Schwerpunkt anfangs auf praktischen Übungen liegen. Sie umfassen parallel statt findende Übungen jedes Einzelnen in der Gruppe (Sensibilisierung der Körperwahrnehmung, willentliches, reflexives und emotionales Bewegungssystem usw.), wie auch solche, die mit einem realen Gegenüber oder Teilen der Gruppe durchgeführt werden. Dabei haben sie die Möglichkeit, im Kontakt mit einem anderen Teilnehmer der Gruppe (der sich für diese Übung als Rollenspieler für zur Verfügung stellt) herauszufinden, was sie im Beziehungsgeschehen auf körperlicher, emotionaler und verbaler Ebene brauchen (bzw. in ihrer frühen Entwicklung gebraucht hätten), um die universellen Grundbedürfnisse nach Platz, Nahrung, Schutz, Unterstützung und Begrenzung als gesichert zu erleben (s. auch Passformmodell).
Zudem erlernen die Teilnehmer im Rahmen von weiteren Übungen (zur Begrenzung, Limitierung, ideale Eltern, positive bzw. negative Akkomodation usw.), wie sie als Rollenspieler einem einzelnen Gruppenmitglied, das im Rahmen einer Struktur als zentrale Person im späteren Gruppenverlaufein individuelles Thema bearbeiten wird, in sicherer Weise zur Seite stehen können. Dies kann erfolgen in einer Rolle als haltende, unterstützende oder in guter Weise begrenzende Figur, oder indem sie einen Teilaspekt der Eltern der Geschichte dieses Menschen repräsentieren, wodurch es diesem möglich wird, zu frühen Emotionen wieder Zugang zu erhalten und diese im Kontakt auszudrücken bzw. in adäquater Weise zu verarbeiten. Die Rollenspieler lernen dabei, dem inneren Wissen der zentralen Person (für die sie während der kurzen Übungen als „Akkommodator“ zur Verfügung stehen) zu vertrauen. Diese trägt ein genaues Bild in sich, was sie von ihnen braucht und wird ihnen dies mitteilen. Nach Abschluss der Übungsphase kommt es dann zur eigentlichen therapeutischen Arbeit in der Gruppe mit sog. Strukturen.
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